CETA im Schatten von Südkorea

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CETA im Schatten von Südkorea

20 March 2015

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CETA im Schatten des kanadisch-südkoreanischen Freihandelsabkommen

Kanadier, die gerne Kimchi essen, können sich freuen. Das Freihandelsabkommen zwischen Kanada und Südkorea ist seit Januar 2015 aktiv - und hat schon einen deutlichen Einfluss auf die Kosten koreanischer Autos, Elektrogeräte und Lebensmittel ausgeübt.

Auf Grund des kanadisch-südkoreanischen Abkommens  haben die zwei größten koreanischen Automobilhersteller auf dem kanadischen Markt, Hyundai und Kia, bereits die Kosten ihrer Autos um ca. CDN $300-1300 reduziert.  Früher mussten diese Hersteller Importzölle in Höhe von 6,1% auf jedes Auto abführen.

Darüber hinaus gilt diese neue Freihandelsvereinbarung auch für weitere nicht-landwirtschaftliche Produkte, bei denen nun kein Importzoll in Kanada mehr fällig ist. Die Zölle für landwirtschaftliche Produkte  werden in den kommenden Jahren stetig gesenkt, bis zu 0% bei bestimmten Produkten (inkl. Meeresfrüchte).

In März 2014  hielt der kanadische Minister of International Trade, Ed Fast, in München einen Vortrag , wohin er erklärt habe, dass CETA („Comprehensive Economic and Trade Agreement“), das geplante Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU fast zu Ende gebracht sei. Ein Jahr später  liegt die Unterzeichnung  dieser Vereinbarung immer noch in den Sternen. Hintergrund ist der vehemente Widerstand einiger Interessensgruppen in europäischen Staaten wie auch in Kanada gegen mögliche unkontrollierbare Schiedsgerichtsverfahren.