Immobilienversteuerung in Kanada

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Immobilienversteuerung in Kanada

13 March 2015

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Steueraspekte beim Verkauf einer Immobilie in Kanada

Wenn eine in Deutschland ansässige Person Immobilienbesitz in Kanada veräußert, fällt eine sogenannte  “capital gains tax“ (Kapitalertragsteuer) auf den Betrag der Wertsteigerung seit dem ursprünglichen Erwerbsdatum an.

Die Steuer wird auf den hälftigen Betrag der Wertsteigerung zwischen dem Erwerbs- und dem Veräußerungsdatum errechnet. Auch müssen nicht in Kanada ansässige Personen Quellenabzugsteuer auf Einkommen und Erlöse, die in Kanada erwirtschaftet wurden, zahlen.

Wenn eine Immobilie in Kanada von einer nicht in Kanada ansässigen Person veräußert wird, muss eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung (genannt: “Clearance Certificate”) im Zusammenhang mit der Veräußerung beantragt werden. Der Antrag auf Erhalt des Clearance Certificate muss innerhalb einer kurzen Frist nach Verkaufsabschluss gestellt werden.

Die kanadischen Steueraspekte haben folgende Auswirkung auf einen nicht in Kanada ansässigen Verkäufer: der Veräußerungserlös wird in verschiedenen Tranchen verfügbar. Sofort nach Kaufabschluss können im Allgemeinen ¾ des Veräußerungserlöses freigegeben werden. Ein weiterer Betrag kann nach Erhalt der steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung von der kanadischen Steuerbehörde, genannt CRA, an den Veräußerer ausgezahlt werden. Letztlich wird von der kanadischen Steuerbehörde eine eventuell dem Veräußerer zustehende Steuererstattung nach Erteilung eines Steuerbescheids durch CRA per Scheck ausbezahlt.

Insgesamt kann dieser Prozess bis zu achtzehn Monate dauern. Wir empfehlen, in Kanada zugelassene Anwälte und Steuerberater in diesem Zusammenhang zu beauftragen, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Steuererklärungen erstellt und eingereicht werden und Verzögerungen und Pönalen zu vermeiden.